Neue Wochendachten

Liebe Leserinnen und Leser, Und jetzt sind wir schon „zwischen den Jahren“, jedenfalls was das Kirchenjahr betrifft! Toten- bzw. Ewigkeitssonntag liegt hinter uns und der 1. Advent vor uns. Ich hatte mich entschieden am vergangenen Sonntag den Gottesdienst mehr liturgisch-meditativ um die Verlesung der Verstorbenen herum zu gestalten und auf eine eigentliche Predigt zu verzichten. Aber wie üblich habe ich doch in meinem Material gesucht und etwas gefunden, das ich für Sonntag eher nicht gebrauchen konnte – aber für diese Wochenandacht schien es mit sehr passend. Es ist eine kleine Bildandacht von Bernd Niss zu einem Foto von Frank Kunert (in Werkstatt special, Ergänzungslieferung 5/2018, K 10-10) unter dem Titel: Das Leben geht weiter © Frank Kunert / www.frank-kunert.de Mit der Ruhe ist ja so eine Sache. Sie kann himmlisch sein und mehr als erwünscht. Sie kann aber auch bedrohlich wirken und abschreckend. Leer­stehende Häuser und Wohnungen wirken unheimlich ruhig. […]
Liebe Leserinnen und Leser, Mitten in der Woche der Buß- und Bettag, seit über 25 Jahren als staatlicher Feiertag abgeschafft, um damals das Startkapital für die Pflegeversicherung zusammen zu bekommen. Versuche, das zu verhindern, bekamen nicht genug Stimmen. Das ist vielleicht auch kein Zufall, denn der Buß- und Bettag hatte es auch vorher nicht leicht, sondern das Image einer massiven Spaßbremse. Besonders der Buß-Teil klang nach kleinlicher Moral und ist den Menschen wohl auch zu lange in solcher Weise gepredigt worden. Ich habe gerade in diesem Herbst den Eindruck, der Buß- und Bettag steht für etwas, das wir sehr dringend brauchen in unserer Gesellschaft: Zeit, darüber nachzudenken, was bei uns, aber vor allem auch bei mir selbst nicht so läuft, wie es eigentlich sollte. „Buße“ meint nichts als „Umkehr“, und hinter Umkehr steht eine Situation, in der ich merke, ich bin auf meinem Weg in eine Sackgasse geraten oder entferne […]
Liebe Leserinnen und Leser, Nun ist es da, das Ende! Na ja, wenigstens das Ende des Kirchenjahres. Am vergangenen Sonntag hatten wir den Drittletzten Sonntag des Kirchenjahres und dann folgen wie ein Countdown noch „Volkstrauertag/Zweitletzter So.“ und der letzte Sonntag des Kirchenjahres mit den Namen „Totensonntag“ bzw. „Ewigkeitssonntag“. Und es geht um die großen Fragen von Sinn und Wert des Lebens, von „Schlussbilanz“ mit dem Bild vom Gericht und vom Tod und der Hoffnung, dass er Durchgang zu neuem Leben und nicht absolutes Ende sei, wie es der christliche Glaube ja verkündet. Ich finde es immer wieder berührend, wenn am Letzten Sonntag des Kirchenjahres die Namen derjenigen verlesen werden, die im letzten Kirchenjahr verstorben sind. Andere mögen das ganz anders sehen, aber für mich hält dieses Verlesen der Verstorbenen den Totensonntag und den Ewigkeitssonntag zusammen. Ja, wir denken an eine Vergangenheit, die so nicht mehr ist, und die trotzdem Teil […]