Neue Wochendachten

Liebe Leserinnen und Leser Wie oft beten Sie, betet Ihr täglich, wöchentlich, monatlich, jährlich? Ich könnte das für mich gar nicht so genau sagen. Zum einen ist es unterschiedlich oft der Fall und zum anderen stellt sich die Frage, was ich eigentlich wirklich als Gebet zählen kann?! Sie wundern sich/ Ihr wundert Euch, dass das eine Frage ist? Ist doch eigentlich klar, was ein Gebet ist! Ich stehe oder sitze, falte die Hände, schließe dabei wahlweise die Augen oder lasse sie auch offen und rede mit Gott!  Aber zählt im Bett oder auf der Couch liegen auch? Und wie ist es ohne gefaltete Hände? Auch das Verfassen von Gebetstexten für den Gottesdienst ist schwierig. Ist es eigentlich schon ein Gebet, wenn ich mir Gedanken dazu mache oder erst, wenn ich den Text in der Kirche als Vorbeter lese? Und dann sind da noch die völlig „formfreien“ Situationen, wenn ich mich […]
Liebe Leserinnen und Leser Heute geht es um ein altes Lied, das man eigentlich nur im Mai singen kann und das ich in diesem Jahr noch nicht gesungen habe. Und ob es in den übrigen Gottesdiensten in diesem Monat noch klappt, ist fraglich. Darum widme ich ihm diese Andacht. Die Gedanken zu den Strophen verdanke ich einer Predigt von Rudolf Rengstorf zum Sonntag „Kantate“ 2019, die ich etwas gekürzt und für diesen Zweck umgestaltet habe. Das Lied steht im Gesangbuch unter der Nummer 501 und heißt: „Wie lieblich ist der Maien.   (https://predigten.evangelisch.de/predigt/wie-lieblich-ist-der-maien-predigt-zu-eg-501-von-rudolf-rengstorf), Martin Behm hat dieses Lied vor mehr als 400 Jahren gedichtet. Er war Lehrer und später auch Pfarrer in seiner Heimatstadt Laubau in der Oberlausitz. In seiner Welt würde sich keiner von uns Heutigen zurechtfinden. Und umgekehrt: Wäre Martin Behm in unsere Zeit versetzt worden: würde er sich genauso wenig zurechtfinden. Eine unüberbrückbare Kluft scheint das zu […]
Liebe Leserinnen und Leser Am vergangenen Sonntag war der Anfang der Bibel Predigttext, der erste Schöpfungsbericht aus 1. Mose 1,1 – 2,4a. Na ja, nicht ganz, das wäre für eine Predigt zu viel, sondern der Rahmen. Gott sprach, Gott sah, es war gut, sehr gut sogar, dass es Ordnung gibt, Zeit und Raum, Erde und Wasser, Sonne, Mond und Sterne, Pflanzen, Tiere, Menschen und auch den 7. Tag, den Sabbath, an dem Gott von allen seinen Werke ruhte als eigentliche „Krone der Schöpfung“, für die sich oft der Mensch hält, der seine Bibel an dieser Stelle nicht genau gelesen hat! Am Sonntag war der Gedanke vom Anfang der Geschichte im Zentrum, dem laut Hermann Hesse ja ein Zauber innewohnt! Und das gilt vor allem, wenn man nicht den Fehler macht, die Schöpfungsgeschichte auf der Ebene der Naturwissenschaften zu betrachten und dann als „Kinderkram“ oder „Märchen“ abzutun. Die Schöpfungsgeschichte antwortet weniger […]